Phantome der Geschichte: An der Arnoldsmühle
13.03.2026 | geschrieben von Christian Altena
1496 wurde Stolbergs Getreidemühle erstmals erwähnt. Etwa 500 Jahre war sie in Betrieb, bis sie Ende der 1970er Jahre geschlossen wurde. Seit 1872 war sie im Besitz von Heinrich Hubert Arnolds. Daher ist das Bauensemble bis heute als Arnoldsmühle bekannt. Zunächst war 1979 angedacht, als die Familie Arnolds den Betrieb aufgab, den gesamten Baukomplex an Mühlen- und Klatterstraße abzubrechen. Der älteste Bau des 15. Jahrhunderts und die Erweiterung von 1898 (im Bild rechts) blieben aber erhalten.
Als Phantom erscheint in der fotografischen Überlagerung ein Bunker- bzw. Speicherturm, der Anfang der 1970er Jahre errichtet wurde. Ein für den Mühlenbetrieb ausgelegter Getreidespeicher von über 20 Metern Höhe, der sich genauso wenig ins (heutige) Altstadtidyll integrierte wie der Rest des Betriebs. In den 1990er Jahren lud die Gaststätte „Arnoldsmühle“ noch Gäste zum Besuch ein. Der Mitarbeiter der Mühle um 1970 ging nicht etwa durch ein historisches Steintor oder einen urigen Garten. Diese wurden erst in den vergangenen Jahren im 21. Jahrhundert angelegt, als das Gebäude in ein Wohnhaus umgestaltet wurde.